Rekordgewinne für Wohnungsunternehmen

Eine große Freude für die Aktionäre der Wohnungsunternehmen!

 

Der Mieterverein Gelsenkirchen liest diese Nachricht aber mit einem deutlich weinenden Auge!

 

„Die LEG hat in der kürzeren Vergangenheit deutlich Gas gegeben“, so der Vorstandsvorsitzende Ernst Georg Tiefenbacher. „Das war in aller Regel an der Legalität vorbei“, so der Rechtsanwalt. „Die Mieter liefen uns in der Vergangenheit die Büros ein, und das bis heute! Für sie ist es unverständlich, dass die LEG in kurzer Zeit mehrfach mehr Geld gefordert hat. Und dies ohne jedwede Nebenleistung. Den Mietern ist es unverständlich, dass die LEG immer mehr Geld für die Wohnungen fordert, ohne eine Gegenleistungen zu erbringen. Immer wieder berichten die Mieter, dass die Treppenhäuser schaurig aussehen, die Fenster undicht sind, Feuchtigkeiten an den Wänden nicht mehr weg zu kriegen sind, ….....“!

 

Tiefenbacher bezeichnet die teilweise drastischen Mieterhöhungen durch die LEG auch als illoyal. „Hier wird die Unkenntnis der Bürger brutal ausgenutzt. Alle Mieterhöhungen, die meine Kolleginnen und Kollegen, auch aus anderen Städten, gesehen haben, sind der Höhe nach unbegründet. Die LEG hat in den letzten Jahren die Höhe der Mieten brutal ausgereizt und ist in den meisten Fällen schon über den Mietspiegel hinausgegangen. Und in den letzten Monaten geht es immer weiter! Wie ein Nimmersatt verlangt die Wohnungsgesellschaft mehr und mehr und mehr.“

 

Tiefenbacher gibt hierzu auch ein Beispiel:

Ein Mieterin zahlt jetzt eine Kaltmiete von 5,06 €/qm. Der Wert des Mietspiegels liegt bei 5,05 €/qm, das ist kein Problem.

Wenn LEG aber jetzt 5,75 €/qm verlangt, „dann ist das schon unverschämt, schlägt dem Fass den Boden aus. Ich verstehe voll, dass meine Kollegen im Mieterbund von der neuen Regierung eine Verschärfung des Mietwuchers fordern. Der Mieter als Endverbraucher darf nicht die satten Gewinne der Großvermieter finanzieren!“

 

Einen Hohn sieht Tiefenbacher auch in der „freundlichen“ Ankündigung der LEG, bis 2021 immerhin 320 Mio. € in ein Modernisierungsprogramm fließen zu lassen.

 

„Es ist doch eindeutig und massenhaft festzustellen, dass die LEG (und ihre Vorgängerinnen) den gesamten Wohnungsbestand sehr vernachlässigt und Instandsetzungen nicht oder erst nach vielfacher Aufforderungen, dann auch nur in minimalem Umfang, durchgeführt hat. Da nimmt es nicht Wunder, dass etliche Wohnungen mangelhaft, herabgewirtschaftet sind. Nach dem Gesetz müssten in solchen Fällen der Vermieter erhebliche Instandsetzungsarbeiten durchführen. ABER: Die Kosten hierfür muss der Vermieter aus der eigenen Tasche bezahlen. Dann ist es doch viel klüger, keine Instandsetzungsarbeiten durchzuführen, sondern die dringend erforderlichen Reparaturen usw. als Modernisierung zu titulieren. Mit dieser Ankündigung macht die LEG wieder einmal einen guten Schnitt!“

 

 

Tiefenbacher verweist darauf, dass nach § 559 BGB der Vermieter die Kosten einer Modernisierung in voller Höhe auf die Mieter abwälzen darf. Dies geschieht mit 11 % pro Jahr. Das heißt

 

  • der Mieter bekommt wieder einmal eine Mieterhöhung
  • nach ca. 9 Jahren hat der Mieter die Kosten der Reparaturen an den Vermieter gezahlt, obwohl reine Reparaturkosten allein vom Vermieter zu zahlen sind
  • die durch die Umbauarbeiten am Haus eintretenden Wertverbesserungen zB durch Erneuerung der Bausubstanz gehen auf das Konto des Mieters, den Nutzen von der Steigerung hat aber der Eigentümer/Vermieter.

 

Tiefenbacher, der die Interessen der Mieter auch im Landesverband NRW und beim Deutschen Mieterbund vertritt, fordert die großen Wohnungsgesellschaften, so auch die LEG, auf, die bestehende gesetzlich und moralische Verpflichtung zur Durchführung der Reparaturen und Instandsetzungen ernst zu nehmen und hierzu einerseits den Verfall des Wohnungsbestandes zu verhindern, andererseits den Mietern solche Arbeiten und Kosten nicht über den Umweg der Modernisierung mindestens teilweise aufzulasten.

 

Der Jurist fordert die Mieter auf, alle Maßnahmen der Großvermieter fachkompetent prüfen zu lassen.

 

 

Ernst Georg Tiefenbacher     Günther Brückner      Barbara Jannoff       Martina Strenger-Arif     

Der Vorstand

Mieterverein Gelsenkirchen e.V. DMB

 

Haben Sie Fragen zu Ihrem Mietverhältnis oder Ärger mit Ihrem Vermieter?

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf:

Geschäftsstelle Gelsenkirchen

Am Freitag, dem 19. Oktober 2018, bleiben beide Geschäftsstellen wegen einer internen Veranstaltung geschlossen. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis!

Gabelsbergerstr. 9
45879 Gelsenkirchen

Telefon: 0209/ 249 18
Fax:       0209/ 14 69 49
Email

Öffnungszeiten

Montag - Freitag
10.00 Uhr - 12.00 Uhr

Montag - Donnerstag
14.00 Uhr - 16.00 Uhr

Dienstag
14.00 Uhr - 18.30 Uhr

 

 


Geschäftsstelle Gelsenkirchen-Buer

Ophofstr. 3
45894 Gelsenkirchen

Telefon:  0209/   37 54 77
Fax:           0209/ 933 22 78
Email

Öffnungszeiten

Montag - Freitag
10.00 Uhr - 12.00 Uhr

Montag - Donnerstag
14.00 Uhr - 16.00 Uhr

Donnerstag
17.00 Uhr - 19.00 Uhr